„Lob von allen Seiten“ für musikalische Glanzleistung

Stadtkapelle Heppenheim blickt auf Jubiläumsjahr zurück / Neuwahl des Vorstandes

Presse Jahreshauptversammlung 12.06

Auf weiterhin gute Zusammenarbeit: Dirigent Wilco Grootenboer gratuliert Geschäftsführer Jürgen Daubner zur Wiederwahl.
Den Vorstand komplettieren (von links nach rechts) Christine Lambert, Michael Neher, Robert Seeger, Thorsten Ensinger und Melanie Schmitt. Es fehlt Laura Gölz.

Heppenheim. Vorstand, Dirigent und Musiker schwelgten in Erinnerungen: Das Jubiläumsjahr 2017 übertraf alle Erwartungen. Geschäftsführer Jürgen Daubner, ein eher nüchtern analysierender Zeitgenosse, sprach voller Euphorie von einem „grandiosen Veranstaltungsjahr“. Und Dirigent Wilco Grootenboer gab unumwunden zu, dass mit der Realisierung der West-Side-Story für ihn „ein kleiner Traum in Erfüllung“ gegangen sei. Die kontinuierlich gute Vereinsarbeit soll auch im 51 Jahr des Bestehens seine Fortsetzung finden. Das Fundament, auf dem der Verein ruht, ist der Vorstand, den die Anwesenden einstimmig im Amt bestätigten.

Ein Garant für das erfolgreiche Wirken ist Geschäftsführer Jürgen Daubner, der seit vielen Jahren dieses Amt innehat. Er ließ es sich nicht nehmen, in der Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag noch einmal auf das 50jährige Bestehen der Stadtkapelle zurückzublicken. Es sei für ein Hobbyorchester nicht einfach gewesen, eine solche Leistung abzurufen, betonte der erste Vorsitzende in Bezug auf das Jubiläumskonzert im Amtshof. Der Auftritt sei für jeden Musiker und Zuhörer ein Erlebnis gewesen: „Es gab Lob von allen Seiten.“

Nicht unerwähnt soll das Domkonzert sein, das auf Grund der schwierigen akustischen Verhältnisse hohe Anforderungen an die Musiker stellte. Musikalisch abgerundet wurde das Jubiläumsjahr mit einem Auftritt in Fürth. Das Konzert gemeinsam mit der Katholischen Kirchenmusik Fürth lockte über 500 Besucher an. Sie kamen in den Genuss von sinfonischer Blasmusik auf höchstem Niveau.

Für die immensen Anstrengungen belohnten sich die Musiker selbst mit einem mehrtägigen Ausflug ins Elsass. Kulinarische Genüsse und kulturelle Unternehmungen prägten die fröhliche Tour ins Nachbarland.

Der Dank des Vorstandes galt an erster Stelle dem Dirigenten Wilco Grootenboer, der das Orchester nicht nur zu Höchstleistungen anspornt und der 35köpfigen Gruppe einen unverwechselbaren musikalischen Charakter verleiht, sondern auch in mühevoller und zeitaufwendiger Arbeit die West-Side-Story für die Stadtkapelle arrangierte. Ein Wort des Dankes ging natürlich an alle Musiker und nicht zuletzt an das Vorstandsteam, „das im vergangenen Jahr schwer aktiv war.“ Für besonderen Einsatz dankte Daubner den Musikkollegen Oliver Schranz, Peter Knapp, Franz Schäfer und Robert Seeger (Fahrdienst), Melanie Schmitt (Moderation) und Albert Haag (Homepage).

Dass man sich trotz aller Erfolge nicht auszuruhen gedenkt, wird an den bereits abgehakten und noch ausstehenden Veranstaltungen in diesem Jahr deutlich. Erst kürzlich hatte die Stadtkapelle zum Serenadenkonzert in den Garten des Klosters St. Vinzenz eingeladen, „einer der schönsten Auftritte des Jahres.“ Am 15. September ist ein Orchester aus Norwegen zu Gast. Gemeinsam gestaltet man bei hoffentlich spätsommerlichen Temperaturen ab 17 Uhr im Kurmainzer Amtshof ein Konzert. Veranstalter ist der Verkehrs- und Heimatverein. Die Lebenshilfe, die ihr 50jähriges Bestehen feiert, lädt am 18. November, um 17 Uhr, zu einem Benefizkonzert in den „Dom der Bergstraße“ ein. Mit dabei: die Stadtkapelle Heppenheim.

Eine Aufgabe, die der Vorstand im Auge behalten will, ist die Akquise neuer Musiker. Die Stadtkapelle setzte dabei die Hoffnung auf die städtische Musikschule, doch die Gespräche mit den Verantwortlichen verliefen bislang ergebnislos. „Wir müssen durch unser musikalisches Auftreten überzeugen und Musiker gewinnen“, appellierte Geschäftsführer Daubner. Es lohne sich, bei der Stadtkapelle mitzuwirken.

Unspektakulär verlief der Bericht des Rechners Robert Seeger. Auf sehr transparente Weise listete er die Ausgaben und Einnahmen auf. Die Kassenprüfer Monika Freiberger und Eginhard Kaltwasser attestierten ihm professionelle und überaus korrekte Kassenführung. Die Konsequenz: eine einstimmige Entlastung des Rechners und des Vorstandes.

„Der Erfolg hat viele Väter“, zitierte Franz Schäfer. Im Falle der Stadtkapelle sei dies vor allem der Vorstand, dem er im Namen der Musiker seinen Dank aussprach. Schäfer leitete die Neuwahl des neuen (alten) Teams. Einstimmig gewählt wurden Jürgen Daubner (Geschäftsführer), Christine Lambert (Stellvertreterin), Robert Seeger (Rechner) sowie die Beisitzer Melanie Schmitt, Laura Gölz, Thorsten Ensinger und Michael Neher.

© Melibokus Rundblick | Online, 12.06.2018

 

Serenadenkonzert der Extraklasse

Presse Klostergarten 30

Zum sechsten Mal spielte die Stadtkapelle Heppenheim beim Serenadenkonzert im Klostergarten des Heppenheimer Vinzenzklosters vor rund 600 begeisterten Zuschauern auf.   BILD: DAGMAR JÄHRLING

HEPPENHEIM. Zwar ist das Pfingstfest seit über eine Woche vorbei, aber treffender hätte Johann Wolfgang Goethe den Auftakt zum diesjährigen Serenadenkonzert im Heppenheimer Kloster St. Vinzenz nicht beschreiben können als im ersten Kapitel seines „Reinecke Fuchs“: Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen! es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen, festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“

Die Vorfreude auf das Konzert war auf beiden Seiten groß: Bei den Schwestern des Klosters St. Vinzenz als herzliche Gastgeber und bei der Stadtkapelle Heppenheim als motivierte Unterhalter. Profiteure des zum sechsten Mal sehr freundschaftlichen Miteinanders waren die Zuhörer. Sie erlebten musikalische Schmankerl unter freiem Himmel in einem blühenden Garten umgeben von den historischen Mauern des Klosters.

Dass die Stadtkapelle mit dem Serenadenkonzert einen Volltreffer landen würde, war spätestens nach dem ersten Konzert vor fünf Jahren klar. Weit über 500 Gäste waren am vergangenen Samstag in den Klostergarten gekommen. Musik, Atmosphäre und Ambiente, die freundlichen Gastgeberinnen und das inspirierte Orchester sorgten für einen vollen Erfolg.

Die Stadtkapelle bereitete sich seit Wochen auf den Auftritt vor. Dirigent Wilco Grootenboer, der auch die Katholische Kirchenmusik Fürth mit großem Erfolg dirigiert, hatte bereits ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und dabei einen intensiven Blick in den Notenschrank geworfen. Gefunden hat er unter anderem die „Esel-Serenade“, eine Komposition, die Leichtigkeit mit Esprit vereint. Nicht minder interessant war das neue Werk „Innuendo“ von Queen, das durch seine Wucht und sein Klangvolumen beeindruckte.

Mal fetzig, furios und flott, dann feinsinnig und einfühlsam: Die Stadtkapelle Heppenheim zog souverän alle Register und traf den Nerv des Publikums im Klostergarten. Mit Wilco Grootenboer verfügt das Ensemble über einen versierten Steuermann, der selbst kontrastreiche und raffinierte Arrangements zauberte. Wahrlich ein ästhetischer Hochgenuss bei einem anspruchsvollen Repertoire. Beispielsweise beim „Choral and Rock-Out“, so lautete eine Komposition, die sakrale Klangmotive mit rockigen Elementen verband. Oder das lyrische Stück „Yellow Moutains“, das der zeitgenössische holländische Komponist Jakob de Haan 1997 schrieb, von einem Herbstaufenthalt in den Schweizer Bergen inspiriert. Die Stadtkapelle Heppenheim setzte diese musikalische Lyrik perfekt um.

Neu im Repertoire war eine Auswahl an Liedern der Comedian Harmonists. Klar, dass das Publikum bei „Ohrwürmern“ wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“ mitsang und mitwippte. Rhythmisch wurde es beim Stück „Santana“, des 1947 geborenen Gitarristen Carlos Santana, der die Rockmusik um die Variante des Latin Rock erweiterte, und im Klostergarten lateinamerikanische Tupfer setzte.

Das Ensemble wusste eine Atmosphäre zu zeichnen, die einerseits in temperamentvoller Dynamik durch die teils auch recht düsteren Klaviaturen raste und genauso souverän mit dem geheimnisvollen, zartbesaiteten Zauber des Leisen und Fragilen überraschte. Obwohl dem Orchester – neben dem Schlagwerk – ausschließlich das Format von Blasinstrumenten zur Verfügung steht. Wilco Grootenboer ließ Klangfarben gekonnt zu einer Einheit verschmelzen. Auf derart spektakulären und kontrastreichen Tableaus bewegten sich die Musiker offensichtlich gern. In spannenden Arrangements füllten sie souverän die kreativen Spielräume aus. Ob es sich dabei um ein Medley des Musical „Grease“ handelte oder um die „Donkey Serenade“, eine Retrospektive mit „The 60’s Collection“ in die 60er Jahre oder mit dem Evergreen „You make me feel so young“. Das Ensemble schlug souverän und raffiniert den Bogen von einem dynamischen Strudel in eine schmeichelhafte, melodiöse Gefälligkeit.

„Kapellen“ und Blasorchester werden landläufig gern mit den Genres Marsch und Polka in Verbindung gebracht. Die Stadtkapelle trat in dieser Hinsicht erfolgreich einen Gegenbeweis an. Sie griff zwar auch zu den Instrumenten, um einen Marsch zu inszenieren, setzte aber die „Szegediner Polka“ von Vlad Kabec und die Tritsch-Trasch-Polka“ von Johann Strauß ebenso grandios um wie den 1912 vom thüringischen Militärmusik Rudolf Herzer komponierten Konzert-Marsch „Hoch Heidecksburg“.

Für die Gäste war natürlich mit Getränken und Speisen bestens gesorgt. Der Musikgenuss war kostenlos. Jedoch wurde die Begeisterung des Publikums später in den prall gefüllten Spendenkörbchen deutlich. Der lang anhaltende Schlussapplaus, auch nach den Zugaben, galt zum einen der Heppenheimer Stadtkapelle mit ihrem Dirigenten Wilco Grootenboer, der Moderatorin Melanie Schmitt, die souverän durch das Programm führte, aber auch und gerade der Generaloberin des Vinzenzklosters Schwester Brigitta Buchler, die zum sechsten Mal Gastgeberin war.

© extra Heppenheim/Laudenbach,30.05.2018, sm

Serenadenkonzert der Heppenheimer Stadtkapelle zieht Zuhörer in Scharen an

Presse Klostergarten 29

Das Konzert der Stadtkapelle im Garten des Vinzenzklosters hat Kultstatus erreicht. Foto: Dagmar Jährling

Von Astrid Wagner

HEPPENHEIM - „Ich heiße Sie alle herzlich willkommen – auch die Bensheimer!“ Augenzwinkernd begrüßte Schwester Birgitta die vielen Zuhörer, die sich bei herrlichem Sommerwetter im Garten des Heppenheimer Vinzenzklosters eingefunden hatten. „Dieser Tag ist jetzt da, auf den sich ganz Heppenheim gefreut hat“, kündigte die Ordensschwester das alljährliche große Serenadenkonzert der Stadtkapelle an.

Prachtvoll herausgeputzt präsentierte sich der Klostergarten. Duftende Blumen, majestätische Bäume, lauschige Eckchen. Im Nu waren alle Plätze besetzt. Längst ist das Konzert ein Publikumsmagnet geworden, die Musik spricht für sich.

Das hat sich bis nach Bensheim herumgesprochen: Helmut Gondolph aus der Nachbarstadt war zum wiederholten Male Gast bei einem Konzert der Stadtkapelle. In der Pause sparte er nicht mit Lob. Warum eigentlich, so schlug der begeisterte Fan im Gespräch mit Stadtkapellen-Mitglied Gerhard Herbert vor, sei die Heppenheimer Stadtkapelle nicht einer der „Botschafter der Bergstraße“? Zwischen Heidelberg und Frankfurt gebe es „nichts Besseres“.

Melanie Schmitt führte ebenso unterhaltsam wie informativ durch den Abend. Mit dem „New Colonial“-Marsch eröffnete das 40-köpfige Orchester unter der Leitung von Dirigent Wilco Grootenboer sein Programm, das für jeden Musikgeschmack etwas bot. Außergewöhnlich ging es weiter mit „Innuendo“ von Queen – eine Kombination aus klassischen Werken und ein bisschen Flamenco aus dem letzten, gleichnamigen Album der Popgruppe, das zu Lebzeiten von Frontmann Freddie Mercury aufgenommen worden war. Zuhören, ohne im Takt der Musik mitzuwippen? Unmöglich.

Das Stück „Choral and Rock out“ aus der Feder von Ted Huggens kam leicht und fröhlich daher, hatte nach ruhigem Beginn durchaus Ohrwurm-Charakter. Während die Schwalben über dem Kloster ihre Runden drehten und eine leichte Brise an einen Sommerabend am Meer erinnerte, spielte die Stadtkapelle „Yellow Mountains“, ließ das Glücksgefühl erahnen, das den Wanderer packt, wenn er nach einem schweren Aufstieg den Gipfel erreicht. Gegensätze zweier ungleicher Zwillinge brachte das Blasorchester mit dem Stück „Twins“ musikalisch rüber, fröhlich kam die „Donkey Serenade“ daher. Erinnerungen an die Jugend wurden bei vielen Zuhörern wach beim mitreißend interpretierten „Grease“-Medley, mit dem es in die Pause ging.

Mit den Hits der „Comedian Harmonists“ ging es in die zweite Hälfte des stimmigen Abends. Nach einem musikalischen Ausflug in die 60er Jahre folgte Sinatras „You make me feel so young“. Auch Santana ließ grüßen, bevor es mit der Szegediner Polka wieder volkstümlicher wurde. Später als Zugabe hatte die Stadtkapelle unter anderem den Dauerbrenner „Tritsch-Tratsch-Polka“ vorgesehen. Lang anhaltender Beifall belohnte die Musiker und den Dirigenten für ein wieder einmal unterhaltsames, mitreißendes Serenaden-Konzert.

MUSIKER GESUCHT

Die Heppenheimer Stadtkapelle, die 2017 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, sucht immer neue Mitspieler. Das Altersspektrum ist breit gefächert: Schlagwerker Fabian Daubner ist mit 15 Jahren der Jüngste, Hans Fenske – der Mann mit der Tuba – mit 85 der Senior. Ein gewisses musikalisches Können müssen potenzielle neue Kollegen natürlich mitbringen. (rid)

© Echo online, 29.05.2018

Musikalische Schmankerl im Kloster

Zum sechsten Mal lädt die Stadtkapelle Heppenheim in den Klostergaren von St. Vinzenz zu einem nachmittäglichen Konzert ein.

Heppenheim. Die Vorfreude auf das Konzert am 26. Mai ab 17 Uhr ist auf beiden Seiten groß: Bei den Schwestern des Klosters St. Vinzenz als herzliche Gastgeber und bei der Stadtkapelle Heppenheim als motivierte Unterhalter. Profiteure des seit Jahren sehr freundschaftlichen Miteinanders sind die Zuhörer. Sie erleben musikalische Schmankerl unter freiem Himmel in einem blühenden Garten umgeben von den historischen Mauern des Klosters.

Zum sechsten Mal lädt die Stadtkapelle in den Klostergarten von St. Vinzenz zu einem nachmittäglichen Konzert ein. Die Idee kam den Musikern um Geschäftsführer Jürgen Daubner nach der Gestaltung eines Gottesdienstes an Fronleichnam. Das außergewöhnliche Ambiente biete den adäquaten Rahmen, um niveauvolle Musik zur Geltung zu bringen, waren sich die Musiker einig. Bei Oberin Schwester Brigitte stießen sie mit ihrer Anfrage auf offene Ohren.

Dass die Stadtkapelle mit dem Serenadenkonzert einen Volltreffer landen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Das war nach der ersten Veranstaltung klar: Alle Plätze waren besetzt, rund 500 Gäste waren gekommen. Musik, Atmosphäre und Ambiente, die freundlichen Gastgeberinnen und das inspirierte Orchester sorgten für einen vollen Erfolg.

Die Stadtkapelle bereitet sich seit Wochen auf den Auftritt vor. Dirigent Wilco Grootenboer hat bereits ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und dabei einen intensiven Blick in den Notenschrank geworfen. Gefunden hat er unter anderem die „Esel-Serenade“, eine Komposition, die Leichtigkeit mit Esprit vereint. Nicht minder interessant ist das neue Werk „Innuendo“ von Queen, das durch seine Wucht und sein Klangvolumen beeindruckt.

Erinnerungen an Joe Cocker, der zu Lebzeiten ein Konzert auf der Kappel gab, werden wach, wenn ein Potpourri seiner beliebtesten Songs erklingt. „Choral and Rock-Out“ lautet eine Komposition, die sakrale Klangmotive mit rockigen Elementen verbindet. Neu im Repertoire ist eine Auswahl an Liedern der Comedian Harmonists. Rhythmisch wird es beim Stück „Santana“, das lateinamerikanische Akzente setzt.

Dass die Stadtkapelle auch die „klassischen“ Klänge eines Orchesters ihres Formats beherrscht, wird an Polkas und Märschen deutlich. Das Programm ist also mindestens so farbenprächtig wie der Garten des Klosters.

Für die Gäste wird natürlich mit Getränken und Speisen bestens gesorgt. Der Eintritt ist frei. Jetzt hoffen Ordensschwestern und Musiker nur noch darauf, dass Petrus – wie in all den Jahren zuvor – bestes Konzertwetter beschert.

© Heppenheim extra, 09.05.2018

Zwei Ensembles lassen es tönen

OSTERKONZERT „Harmonie“ und Stadtkapelle verabschieden den Winter

Von Sigrid Jahn

Beim Osterkonzert auf dem Marktplatz singt der gemischte Chor des Gesangvereines Harmonie und die Stadtkapelle spielt. Ein paar Regentropfen schmälern das Vergnügen nicht. Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM - Im Rathausfoyer singt sich der gemischte Chor der „Harmonie“ ein, vor der „Villa Boddin“ stimmt die Stadtkapelle die Instrumente: Es sind alljährlich zwei Heppenheimer Ensembles, die mit dem traditionellen Osterkonzert auf dem Marktplatz den Winter verabschieden und die schöneren Jahreszeiten willkommen heißen. „Raus mit die Stühle oder rin mit die Stühle“, das Entweder-oder-Dilemma aus Erich Kästners Gedicht „Atmosphärische Konflikte“, das genau auf diesen Spätzünder-Frühling passt, hatten die Gastronomen mutig zugunsten ihrer Freisitze entschieden. Auch die Tourist-Information hatte die Türen geöffnet für die ersten Besucher der Saison, ungeachtet dunkler Wolken.

Nichtsdestotrotz hatten sich etliche warm eingepackte Zuhörer eingestellt. Stadtrat Christoph Zahn machte im Namen von Verwaltung und Stadtparlament auf dem Marktplatz die Honneurs. Zahn nutzte die Gelegenheit, den Sängern und Instrumentalisten nicht nur für dieses Konzert zu danken, sondern für ihren musikalischen Einsatz, wann immer es etwas zu feiern gibt. „Wer sein Publikum begeistern will, muss etwas leisten. Ich wünsche mir, dass Musik und Gesang noch viele Jahre in Heppenheim erklingen.“

Mit „Stimmt mit ein in unser Lied“ als Auftakt startete der gemischte Chor der „Harmonie“ sein Programm, und die etwa 30 Sängerinnen und Sänger hatten sieben Stücke vorbereitet, die das Können der Formation unter Beweis stellten. Traditionelle Chorliteratur, Popsongs, Gospel – das war ein Mix, der dem Publikum gefiel, wie der Applaus zeigte: „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, „Amazing Grace“, „Marching in the Light of Love“ und Peter Maffays „Über sieben Brücken musst du gehn“ gefielen besonders, wobei auch die Stadtkapelle mit „Nessaja“ aus dem Konzertalbum „Tabaluga“ einen Titel des Rockmusikers präsentierte.

Eine Klammer, der man getrost noch eine zweite hinzufügen konnte: Denn sowohl Tobias Freidhof von der „Harmonie“ als auch Wilco Grootenboer, der musikalische Leiter der Stadtkapelle, hatten im Vorjahr ihr Zehn-Jahr-Jubiläum am jeweiligen Dirigentenpult feiern können. Märsche, Polkas, konzertante Stücke – das Repertoire der Stadtkapelle ist vielfältig und die ambitionierten Musiker sind bei Auftritten immer für eine Überraschung gut. So waren am Sonntag neben der „Annen-Polka“ von Johann Strauss und „The Liberty Bell“ von John Philip Sousa auch „Leningrad“ von Billy Joel und die „Szegediner Polka“ von Vlad Kabec zu hören. Mehr von der Stadtkapelle gibt es in Kürze, beim Serenadenkonzert im Klostergarten von Sankt Vinzenz am Samstag, 26. Mai, ab 17 Uhr.

Sowohl beim gemischten Chor „Harmonie“ als auch bei der Stadtkapelle sind neue Mitstreiter jederzeit willkommen und dürfen gerne bei den Proben vorbeischauen. Die Sänger treffen sich dienstags von 17.45 bis 19.15 Uhr im „Haus der Vereine“; die Instrumentalisten dort ebenfalls dienstags ab 19.30 Uhr. Die Kulturgemeinschaft lädt zudem am Montag, 23. April, ab 19 Uhr zum zweiten öffentlichen Singtreffen in der Winzergenossenschaft ein.

© Echo online, 03.04.2018

 

Voll motiviert ins neue Jahr

STADTKAPELLE: Blasorchester steht nach dem Jubiläum vor vielen neuen Aufgaben

Presse EchoOnline 28.12.2017

Auch 2018 viel unterwegs: Die Stadtkapelle Heppenheim bei ihrem Abschlusskonzert zum Jubiläumsjahr in Sankt Peter.

 

Von Jürgen Reinhardt

HEPPENHEIM. Bei Heppenheims Stadtkapelle ist man rundum zufrieden, mit sich wie auch mit dem jetzt zu Ende gehenden Jubiläumsjahr, in dem das Orchester auf 50 Jahre Geschichte zurückblicken konnte. Während der letzten Probe in diesem Jahr gab es denn auch nur zufriedene Gesichter. Geschäftsführer Jürgen Daubner und Dirigent Wilco Grootenboer blickten bei diesem Anlass zurück auf das Jubiläumsjahr.

Die Stadtkapelle habe, lobte Daubner, in den zurückliegenden Monaten Großes geleistet, und dies nicht nur beim Jubiläumskonzert im Kurmainzer Amtshof, als man mit der „West Side Story“ ein bis dahin in dieser Form in Heppenheim einmaliges Musikerlebnis geboten habe. Dass man diese Leistung habe abliefern können, sei „auf das Streben aller Musiker nach höchstmöglicher Qualität, gepaart mit Spielfreude“ zurückzuführen, analysierte Daubner. Großen Anteil daran habe zweifellos der Dirigent Wilco Grootenboer.

Seit zehn Jahren leitet der Niederländer die Stadtkapelle, setzte peu-à-peu seine musikalischen Vorstellungen um und formte ein Orchester, das Musik spürbar macht, Kompositionen immer wieder aufs Neue interpretiert und sich nicht mit dem Erreichten zufrieden gibt.

Harmonisches Miteinander

Als wichtigen Faktor des Erfolges hob Grootenboer das harmonische Miteinander innerhalb der Stadtkapelle hervor. Er spüre bei allen Musikern den Willen, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Trotz der enormen Belastung im Jubiläumsjahr habe das Orchester bis zum abschließenden Konzert in Fürth sein Bestes gegeben.

Grootenboer und Daubner dankten den Musikern für deren unermüdliches Engagement. Worte des Dankes hatten die Musiker ihrerseits für ihren Dirigenten und den rührigen Vorstand – allen voran Jürgen Daubner und dessen Stellvertreterin Christine Lambert – parat. Zum Ausdruck brachten sie ihre Wertschätzung mit kleinen Präsenten. Von Seiten des Vorstandes gab es für Musiker und Helfer ein Weinpräsent. Das Orchester belohnte sich in der letzten Probestunde zudem mit einem leckeren Buffet.

Beim geselligen Beisammensein ging es natürlich auch um die Auftritte im nächsten Jahr. So wird 2018 wieder ein Serenadenkonzert im Garten des Klosters St. Vinzenz auf dem Programm stehen (26. Mai). Außerdem ist die Kapelle beim Kulturerlebnistag (10. Juni) im Haus der Vereine mit von der Partie. Diese Veranstaltung ist deshalb von Wichtigkeit, da die Kulturgemeinschaft ihr 30. Jubiläum feiert.

Ein ganz besonderes Ereignis steht am 15. September bevor, wenn die Heppenheimer gemeinsam mit einem Orchester aus Norwegen musizieren. Der Kontakt kam über eine ehemalige Musikerin der Stadtkapelle zustande, die aus diesem Land stammt. Nicht minder von Bedeutung für die Stadtkapelle ist das Benefizkonzert am 18. November in der Pfarrkirche St. Peter, gemeinsam mit dem Gesangverein Harmonie zugunsten der Lebenshilfe, die ihr 50. Jubiläum feiert.

„Wir gehen motiviert und voller Begeisterung die Aufgaben im neuen Jahr an. Vorher genießen wir aber die wohlverdiente Winterpause. Ab 16. Januar geht’s dann wieder mit voller Kraft an die Probenarbeit“, erklärte Daubner. Und vergaß nicht, darauf hinzuweisen, dass der Auftakt zum neuen Musikjahr der ideale Zeitpunkt sei, sich dem Orchester anzuschließen: „Neue Musiker sind jederzeit willkommen.“

© Echo Online, 28.12.2017

Ein Abend voller unsterblicher Melodien

Konzertabend: Mit der Heppenheimer Stadtkapelle und der KKM Fürth bescheren zwei
hochkarätige Orchester den Fürthern ein wunderbares Hörerlebnis


Die KKM Fürth (Bild) war am Samstag Gastgeber eines besonderen Konzertabends in Fürth.
In der Halle der Heinrich-Böll-Schule erlebten die beeindruckten Musikfreunde mit ihr und der
Heppenheimer Stadtkapelle zwei Orchester auf sehr hohem Niveau. Beide stehen unter der
Leitung des Dirigenten Wilco Grootenboer.           Foto: Marco Schilling

Fürth. Die unsterblichen Melodien sind in den Genen der Menschen, die zwischen den 1940-er Jahren und den 1970-er Jahren des letzten Jahrhunderts geboren wurden, verankert. Leonard Bernstein schrieb mit „West Side Story“ die „Mutter aller Musicals“. Erstmals wurden Tanz, Gesang und Schauspiel einzigartig und auf hohem Niveau miteinander verschmolzen.

Die Heppenheimer Stadtkapelle unter der Leitung von Wilco Grootenboer nahm sich zu ihrem 50-jährigen Bestehen dieses großartigen Musicals an, inszenierte im Sommer im Amtshof in Heppenheim ein Open-Air-Konzert dazu. Die umfangreichen, filigranen Probearbeiten waren zu aufwendig, um das Programm nur einmal aufzuführen. Deshalb kamen die Musiker zu ihren Freunden nach Fürth, zur Katholischen Kirchenmusikkapelle, die bald 100-Jähriges feiert. Gemeinsam beziehungsweise nacheinander bescherten die beiden voluminösen Blasorchester der großen Fürther Kulturgemeinde, der breiten Anhängerschar der KKM in der Sporthalle der Heinrich-Böll-Schule ein wunderbares, abendfüllendes Konzerterlebnis. „Wir haben volles Haus“, freute sich Moderator und KKM-Vorsitzender Berthold Lannert über den guten Zuspruch.

Die Klammer beider Orchester ist der Dirigent Grootenboer, dessen vornehmste Eigenschaft es ist, aus jedem einzelnen Musiker das größtmögliche Potenzial herauszukitzeln und somit das gesamte Ensemble zu motivieren. Gemeinsam wissen beide Klangkörper ein weiteres Juwel in ihren Reihen: die Sängerin Sabrina Keller (geborene Vieweg). Die junge Musikschullehrerin an der HBS ist Ensemblemitglied bei der Fürther Kapelle. Gemeinsam mit ihrem Gesangspartner Tim Fuhrmann, den sie seit Studienzeiten in Heidelberg kennt, der von Grootenboer arrangierten genialen Musik Bernsteins und dem Orchester vermittelte sie es, das berühmte Gänsehautgefühl, den angenehmen Schauder, der die Zuhörer und Zuschauer überfällt. Sie bekamen alle zu Gehör: „Tonight“ aus der berühmten Balkon-Szene, „I feel pretty“ und „Somewhere“, wo die Hoffnung trügt, dass es einen Platz für zwei Liebende geben wird: irgendwo, irgendwie.

Die West Side Story ist die in die 50er-Jahre nach New York adaptierte tragische Geschichte von Romeo und Julia, mit den Reibereien ethnischer Gruppen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund. Eine Geschichte, die bis heute Menschen anrührt. Erzählt, moderiert und gespielt wurde die Geschichte von Florencia Férez de Ensinger. Als gebürtige Argentinierin verkörperte sie die Rolle der puerto-ricanischen Maria, mit ihrer Schönheit, ihrem Charme und Akzent nahezu authentisch. Auch sie bekam viel Sonderapplaus.

Der große, frenetische Beifall war auch der Fürther Kirchenmusik im zweiten Teil bei ihrem „Kurztrip“ durch die Welt moderner Blasmusik gewiss. Berthold Lannert informierte und moderierte witzig und unterhaltsam. Auch hierbei kam einiges Neues zu Gehör; beispielsweise der Titel „Die Wiederkehr“ von Barbara Thompson. Sie war Mitbegründerin des weltweit namhaften United Jazz- und Rock-Ensembles und schrieb den Titel anlässlich ihrer Wiederkehr nach Überwindung einer schweren Krankheit. In Fürth wurde der von Grootenboer arrangierte Titel erstmals von einem Blasorchester gespielt.

Neben Ohrwürmern aus allen Kontinenten, „Liebesgrüßen nach Moskau“ (mit dem Glockenspiel vom „Glockentod“) und dem Starlight-Express waren folgerichtig die KKM-Hits „Regenbogengold“ und Auszüge aus der Nussknacker-Suite von Tchaikovsky die Höhepunkte im viel bejubelten Zugabeteil.  mk

© Odenwälder Zeitung, 04.12.2017, mk

Zwei Orchester - ein Dirigent

Konzert der Stadtkapelle Heppenheim und der KKM Fürth am 2. Dezember

Stadtkapelle Heppenheim Konzert Amtshof web

Heppenheim/Fürth. Das erste gemeinsame Konzert der Stadtkapelle Heppenheim und der KKM Fürth im Jahre 2016 begeisterte die Zuhörer im restlos ausverkauften Parktheater derart, dass sich beide Vereine sofort einig waren, einen weiteren Event dieser Art zu organisieren. Am 2. Dezember lädt die Fürther Kirchenmusik zum musikalischen „Duett“ in die Halle der Heinrich-Böll-Schule ein. Beginn ist um 20 Uhr.

Beide Orchester stehen für niveauvolle sinfonische Blasmusik und verfügen über ein umfangreiches Repertoire. Hinzu kommt, dass sowohl bei der KKM Fürth als auch bei der Stadtkapelle Heppenheim Wilco Grootenboer den Dirigentenstab schwingt.

Für die Stadtkapelle Heppenheim ist der Auftritt in der Odenwaldgemeinde das musikalische „Sahnehäubchen“ auf den erfolgreich bewältigten Aktivitäten zum 50. Jubiläum des Orchesters. In Fürth lässt die rund 40köpfige Kapelle Leonhard Bernsteins West Side Story noch einmal erklingen. Mit dabei sind auch die Gesangssolisten Sabrina Keller und Tim Fuhrmann sowie die charmante Moderatorin Florencia Férez de Ensinger. Wer also das Jubiläumskonzert im Kurmainzer Amtshof verpasste, hat am 2. Dezember in Fürth die Gelegenheit, diese außergewöhnliche Aufführung zu erleben.

Die Fürther Gastgeber ihrerseits präsentieren sich natürlich auch in Bestform, dafür sorgt Wilco Grootenboer mit Akribie. Die Kirchenmusiker sind für ihre unbändige Spielfreude und ihren musikalischen Facettenreichtum bekannt und geschätzt.

Karten für das Konzert der beiden Orchester sind in Heppenheim bei Modefriseur Ehrlich-Seeger, Mozartstr. 13 und in Fürth bei Spielwaren Zeiß sowie bei allen Musikern erhältlich.

© Heppenheim extra, 29.11.2017

Domkonzert 2017

Stadtkapelle feiert 50. Geburtstag mit Glanz und Gloria 

Presse 08.11.2017 Domkonzert EchoOnline

Passend zum Veranstaltungsort spielt die Stadtkapelle bei ihrem letzten Konzert in der Jubiläumsreihe auch sakrale Stücke.  Foto: Sascha Lotz

Von Sigrid Jahn

HEPPENHEIM - Mit Glanz und Gloria hat die Stadtkapelle Heppenheim das 50. Jahr ihres Bestehens in Szene gesetzt: Besucher des Open-Air-Konzerts im Juni im Kurmainzer Amtshof schwärmen noch immer von der grandiosen Aufführung der „West Side Story“, von Dirigent Wilco Grootenboer für das Blasmusikensemble arrangiert und dargeboten mit höchster Präzision von den Hobbymusikern, die dabei weit über sich hinauswuchsen. Es war zweifellos der Höhepunkt im Jubiläumsjahr, das mit dem abschließenden Auftritt am Sonntag in der gut besuchten Pfarrkirche Sankt Peter seinen Abschluss fand – mit einer nicht minder beeindruckenden Darbietung und einem Querschnitt durch das Repertoire, der die Leistungsfähigkeit des Ensembles überzeugend unter Beweis stellte.

Das Markenzeichen setzt den Höhepunkt vor der Pause

Sakrale Werke wechselten sich ab mit Stücken aus der Welt der Klassik und des Jazz, auch Film- und Popmusik kamen zu Ehren, wobei Melanie Schmitt als charmante und fachkundige Moderatorin dem Publikum die Kompositionen nahebrachte. „La Mourisque“ aus der „Danserye Suite“ des Renaissance-Tonschöpfers Tylman Susato sorgte mit einem schmetternden Bläsersatz schon für eine festliche Einstimmung, die Puccinis „Fantasy from Turandot“ aufnahm. Eine Herausforderung für die 40 Akteure, die das lebhaft-verspielte Thema leichtgängig und hoch konzentriert zum Strahlen brachten, konterkariert von dramatisch-rhythmischen Akzenten – auch der große Gong kam zum Einsatz.

Eine Introduktion, die einen prächtigen Rahmen für die Ausflüge in die eher leichtere Muse im weiteren Programm des ersten Teils gab: „Yellow Mountains“ von Jakob de Haan, die wienerisch-graziöse „Annen-Polka“ von Johann Strauss jun. und „Come Sunday“ von Duke Ellington aus der Jazz-Suite „Black, Brown and Beige“ mit einem ausdrucksvollen Saxofon-Solo von Manfred Horschler.

„Nessaja“, das Lied der Schildkröte, die nie erwachsen sein wollte, aus dem Musical „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ war ein weiteres Indiz für die Offenheit allen Genres gegenüber. Das Markenzeichen „Blasmusik mit anspruchsvollem Sound“, wie Melanie Schmitt betonte, setzte auch den Höhepunkt vor der Pause mit „Choral and Rock-out“ des niederländischen Komponisten Ted Huggens alias Henk van Lijnschooten, wobei die Tubisten – und das gibt es selten – sich mit einem Solo auszeichnen durften. Auch die anderen Instrumentalsätze der Stadtkapelle kamen in diesem anspruchsvollen Arrangement gebührend zur Geltung.

Eine Premiere gab es zudem: Auch die Stadtkapelle Heppenheim hat den ersten Schritt in Richtung Kammermusik gewagt. Alexandra Kalmund, Peter Putz, Martin Eichhorn und Laura Gölz, das frisch formierte Klarinettenquartett, hatten für ihren ersten öffentlichen Auftritt „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ sowie von Charles Gounod den 1. und 4. Satz der „Petite Symphonie“ einstudiert und ernteten für das sauber vorgetragene Debüt entsprechenden Applaus. Richard Wagners „Festmusik“, „Twins“ von Jan Hadermann, ein spannender musikalischer Wettstreit der Gegensätze, die Filmmusik „La Vita è bella“ (Nicola Piovani) und der New-Orleans-Klassiker „Just a closer Walk with Thee“ von Don Gillis bereiteten bestens auf das Finale vor: „Canterbury Chorale“, ein Werk von erhabener Schönheit, in Töne gesetzt von Jan van der Roost, das die Musiker auch als Reverenz an die Gastgeber verstanden wissen wollten.

Melanie Schmitt: „Es hätte ebenso der Dom der Bergstraße sein können, der den Komponisten inspiriert hat.“ Das Publikum dankte mit Ovationen im Stehen, die Musiker legten noch eins drauf: „Music“ von John Miles, dem traditionellen Schlusspunkt der „Night of the Proms“ in der Londoner Royal Albert Hall.

DANKESWORTE

Das Konzert nahm Stadtverordnetenvorsteherin Susann Benyr zum Anlass, den Dank und die Anerkennung aller Gremien zu überbringen. Für die Kulturgemeinschaft würdigte Vorsitzender Dietmar Petermann die Leistung und das Miteinander des Orchesters. Geschäftsführer Jürgen Daubner lud zum nächsten Auftritt am 2. Dezember um 20 Uhr in die Heinrich-Böll-Schule in Fürth, gemeinsam mit der dortigen katholischen Kirchenmusik ein.
Vorverkauf in Heppenheim: Salon Ehrlich-Seeger, Mozartstraße 13.

© Echo Online, 8.11.2017

Konzert zum Abschluss des Jubiläumsjahres

Stadtkapelle Heppenheim lädt am 5. November in den „Dom der Bergstraße“ ein

Presse 15.10.2017 Domkonzert MelibokusRundblick

Höhepunkt im Jubiläumsjahr: Die Stadtkapelle Heppenheim begeisterte mit der „West Side Story“ im Kurmainzer Amtshof.

Heppenheim. Das Jubiläumsjahr der Stadtkapelle Heppenheim, die auf 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, neigt sich dem Ende entgegen. Das Orchester lässt das Festjahr jedoch nicht sang- und klanglos auslaufen, sondern beendet es in angemessener Weise mit einem Konzert im „Dom der Bergstraße“. Am Sonntag, 5. November lädt die Stadtkapelle zu diesem musikalischen Ereignis ein. Beginn ist um 17 Uhr.

Im Jubiläumsjahr begeisterte die Stadtkapelle bei den verschiedensten Anlässen. Der Höhepunkt war fraglos das Konzert im Kurmainzer Amtshof, der die ideale Kulisse für Leonard Bernstein’s „West Side Story“ darstellte, die im Mittelpunkt dieses in allen Belangen außergewöhnlichen Musikabends stand. Das Orchester unter der Leitung von Wilco Grootenboer lief zur Höchstform auf. Das Ergebnis war ein niveauvolles Konzert, das in die Annalen des Vereins eingehen wird.

Ruhiger, weniger spektakulär, aber nicht minder anspruchsvoll gestaltet sich das Programm für das Abschlusskonzert am 5. November in der Pfarrkirche St. Peter. Dem Veranstaltungsort und der Jahreszeit angemessen setzt die Stadtkapelle überwiegend auf klassische Werke und romantische Klänge, die Ruhe und Beschaulichkeit ausstrahlen. Mit anderen Worten: Die Konzertbesucher erleben das Orchester von einer anderen musikalischen Seite.

Karten für das Konzert am 5. November ab 17 Uhr im „Dom der Bergstraße“ sind ab sofort in den Vorverkaufsstellen Parfümerie Hillenbrand-Herold, Friedrichstr. 17 und Horschler Bürobedarf, Uhlandstr. 12 in Heppenheim und bei allen Musikern erhältlich.

© Melibokus Rundblick, 15.10.2017

 

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