Die Heppenheimer Stadtkapelle spielt im Amtshof

Die Heppenheimer Stadtkapelle und das „Saar Wind Orchestra“ geben ein gemeinsames Konzert unter freiem Himmel im Kurmainzer Amtshof.

Presse StarkenburgerEcho 16.09

Die Heppenheimer Stadtkapelle spielt im Kurmainzer Amtshof. Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM. Live, umsonst und draußen. Und das Mitte September? Der Mut von Verkehrs- und Heimatverein und der Heppenheimer Stadtkapelle wurde belohnt: Mit einem Altweibersommer wie er im Buche steht, einem voll besetzten Amtshof und – vor allem – mit Blasmusik vom Feinsten. Die Heppenheimer Musiker sind schon längst als Botschafter der Bergstraße weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt, wie es auch Helmut Engelhard vom Verkehrs- und Heimatverein in seiner Begrüßungsansprache unterstrich. Am Samstagnachmittag hatten sie sich noch dazu einen musikalischen Hochkaräter mit an Bord geholt: Das „Saar Wind Orchestra“ aus Rilchingen-Hanweiler, ein Ort südlich von Saarbrücken an der französischen Grenze.

Hunderte von Zuschauern erwartete ein ganz besonderes Konzert. Unter der Leitung von Wilco Grootenboer intonierte die Stadtkapelle Ohrwürmer wie „You raise me up“, Melodien aus dem Blockbuster „Herr der Ringe“ oder Medleys von „Simon and Garfunkel“ – vom „Sound of Silence“ über „Mrs. Robinson“ bis hin zu „The Boxer“ und „Bridge over troubled water“ in spannenden und mitreißenden Arrangements. Vom ersten Ton an sprang der Funke der Begeisterung über auf das altersgemischte Publikum, das die Darbietungen begeistert beklatschte.

Ins Ohr und in die wippenden Beine ging auch George Gershwins „Someone to watch over me“. Beeindruckend und mitreißend Jacob de Haans „Ross Roy“. Melanie Schmitt erläuterte die einzelnen Stücke.

Saxofonist Christoph Brach war es, der das Zusammenspiel beider Musikensembles überhaupt erst möglich machte: Der junge Saarländer war als Referendar zwei Jahre am Heppenheimer Studienseminar, lehrte an der Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule und spielte in dieser Zeit bei der Stadtkapelle mit. Zurück in der Heimat, wechselte er wieder an sein angestammtes Orchester – und hatte die Idee, beide für ein Konzert zusammenzuführen.

„Das heute ist das erste Mal, aber das kann ja werden“, freute sich Dirigent Stefan Zimmer auf das gemeinsame Konzert. Zimmer selbst ist Profi-Musiker, Klarinettist bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Das Saar Wind Orchestra ist ein Symphonisches Blasorchester, dessen Repertoire von typischer Blasmusik bis hin zur Klassik reicht. Mit der Ouvertüre aus Verdis „Nabucco“ begeisterten die Saarländer vom ersten Takt an.

Ebenfalls im Programm „Der Zauberer von Oz“ und „Die Schöne und das Biest“, Songs aus zwei Disney-Klassikern. Mitreißend ebenso die musikalische Hommage an die typischen blauen Glockenblumen aus Schottland – „Blue Bells of Scotland“ – mit dem herausragenden Solisten Georg Schadt an der Posaune. Jubelrufe und stehende Ovationen, Zwischenapplaus für die anspruchsvollen Soloparts, die Zuschauer waren hin und weg. Alles swingte beim Benny-Goodman-Medley. Steve Bernard an der Klarinette, Philipp Lauer an der Trompete und wieder Posaunist Georg Schadt sorgten hier erneut für solistische Höhenflüge auf einem Niveau, mit dem wohl kaum ein Konzertbesucher gerechnet hatte. Immer wieder stand das Publikum auf und feierte das Saar Wind Orchestra. Die wirklich hochklassige Darbietung der Saarländer gipfelte in der umjubelten Zugabe: Edgar Elgars „Land of Hope and Glory“, der Klassiker der „Last Night of the Proms“ und der heimlichen englischen Nationalhymne. Spontan summten die meisten mit. Man darf hoffen, dass das Orchester nicht das letzte Mal zu Gast in der Kreisstadt gewesen ist.

© Echo Online, Astrid Wagner, 16.09.2019

Zwei hochkarätige Formationen

Stadtkapelle Heppenheim und Saar Wind Orchestra Rilchingen-Hanweiler im Amtshof

Heppenheim. Mal fetzig, furios und flott, dann wieder feinsinnig und einfühlsam: So kennt man die Stadtkapelle Heppenheim, die bei all ihren Konzerten und Auftritten souverän alle Register ihres musikalischen Könnens zieht und den Nerv des Publikums trifft. Mit seinem Dirigenten Wilco Grootenboer verfügt das Ensemble über einen versierten Steuermann, der selbst kontrastreiche und raffinierte Arrangements zaubert.

Am Samstag, 14. September, ab 17 Uhr, wird die Stadtkapelle Heppenheim wieder zu hören sein. Dann im altehrwürdigen Amtshof, wenn sie beim Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim aufspielt. 2018 brillierte Heppenheims musikalisches Aushängeschild dort zusammen mit dem professionellen Blasmusikorchester aus Norwegen, dem „Nittedal og Hakadal Janitsjar“ (NHJ).

Am 14. September tritt die Stadtkapelle Heppenheim gemeinsam mit dem Saar Wind Orchestra Rilchingen-Hanweiler auf, einem 55 Köpfe umfassenden Ensemble, das seit 1952 besteht und international bekannt ist. Das Repertoire des Saar Orchesters umfasst sinfonische Blasmusik mit klassischen Transkriptionen, zeitgenössische Originalwerke, Filmmusik und Musicals; aber auch moderne Unterhaltungsmusik und traditionelle Volksmusik finden Platz in den Programmen.

Seit über 50 Jahren veranstaltet das Saar Wind Orchestra im Mai in Rilchingen-Hanweiler sein Frühjahrskonzert „Klingende Maibowle“. Dazu gesellen sich im Jahresverlauf zahlreiche Auftritte, die von Gala-Konzerten über Livesendungen im Saarländischen Rundfunk bis hin zu Auftritten im Rahmen regionaler und überregionaler Festveranstaltungen reichen. Daneben konnte das Ensemble internationale Konzerterfahrung sammeln, durch drei Amerika-Tourneen, Konzertreisen nach Ungarn, Portugal, Norwegen, Italien, Frankreich und schließlich Namibia, wo es anlässlich der Unabhängigkeitsfeier im Auftrag der Bundesregierung auftrat.

1988 ging es unter der Leitung seines langjährigen Dirigenten Heinz Pfaff in Berlin und 1992 in Goslar unter Manfred Neumann als Bundessieger aus dem „Deutschen Orchesterwettbewerb“ hervor, der vom Deutschen Musikrat ausgetragen wird. Die Konzerte im Ausland veranlassten zur internationalen Namensgebung „Saar Wind Orchestra“, die der Bezeichnung „Symphonisches Blasorchester Rilchingen-Hanweiler“ vorangestellt wurde. Die musikalische Leitung beim Gastorchester hat Stefan Zimmer.

Die Gäste im Amtshof dürfen also gespannt sein, wenn am 14. September zwei hochkarätige Formationen auftreten. Nur so viel sei verraten: Es wird „The Lord of the Rings“ zu hören sein, Melodien aus der Feder von Simon & Garfunkel, die Nabucco-Ouvertüre, „Die Schöne und das Biest“, Benny Goodman Memories, und Gershwins „Someone to Watch Over Me“.

Info: Konzert im Amtshof, Samstag, 14. September 2019, Beginn 17 Uhr. Der Eintritt bei der Veranstaltung des Verkehrs- und Heimatvereins Heppenheim ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

© Odenwälder Zeitung, sm, 9.9.2019

Stadtkapelle steht in den Startlöchern

Auftakt am kommenden Sonntag (4.) bei der Stadtkirchweih / Konzert mit Saar Wind Orchestra im Amtshof im September

Heppenheim. Nach der strapaziösen und gleichermaßen erfolgreichen ersten „Saisonhälfte“ gönnten sich die Musiker der Stadtkapelle eine wohlverdiente Sommerpause. Mit jeder Menge Elan startet nun das Orchester ins zweite Halbjahr. Den Auftakt bildet der Auftritt bei der Stadtkerwe am kommenden Sonntag (4.) auf der Bühne am Graben Süd.

Für das Heppenheimer Stadtorchester ist es eine Selbstverständlichkeit, das Festgeschehen mit flotter Musik zu bereichern. Von 16 bis 18 Uhr ist die Stadtkapelle unter der Leitung von Dirigent Wilco Grootenboer auf dem Stadtgraben im Einsatz. Die Besucher können sich auf ein breitgefächertes Repertoire freuen.

Die erste Probe nach der Sommerpause findet am Dienstag, den 6. August, ab 19.30 Uhr im Haus der Vereine statt. Damit steigen die Musiker in die „heiße Phase“ der Vorbereitung auf das Konzert am 14. September ab 17 Uhr im Kurmainzer Amtshof ein. Veranstalter und Organisator des Konzertes ist der Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim, mit dem die Stadtkapelle seit vielen Jahren einen engen Kontakt pflegt.

Schon mehrmals konzertierte das Orchester auf Einladung des Verkehrs- und Heimatvereins auf der Starkenburg. Im vergangenen Jahr nutzte man erstmalig den Kurmainzer Amtshof als Veranstaltungsort. Gemeinsam mit einem Orchester aus Norwegen gestaltete man ein niveauvolles und vielbeachtetes Konzert. Auf Grund der enormen Resonanz entschieden sich der Verkehrs- und Heimatverein und die Stadtkapelle dazu, erneut den Innenhof des historischen Gemäuers als Spielstätte zu wählen.

Auch das Konzept des Vorjahres, gemeinsam mit einem anderen Ensemble ein Konzert zu gestalten, wird erneut realisiert. Zu Gast ist in diesem Jahr das „Saar Wind Orchestra“ aus Rilchingen-Hanweiler. Die Verbindung zu diesem ausgezeichneten symphonischen Blasorchester stellte ein ehemaliger Musiker der Stadtkapelle Heppenheim her, der im Saarland lebt und im „Saar Wind Orchestra“ mitwirkt.

Für die Stadtkapelle stellt der Auftritt im Kurmainzer Amtshof eine echte Herausforderung dar und wird von Geschäftsführer Jürgen Daubner als „ein weiterer Höhepunkt im Vereinsjahr“ bezeichnet. Genau aus diesem Grund hat Dirigent Wilco Grootenboer neue Kompositionen aufgelegt, die am 14. September erstmals zu hören sein werden.

Der Heimat- und Verkehrsverein sorgt für die idealen Rahmenbedingungen und wird sich – wie in den Jahren zuvor – als hervorragender Gastgeber erweisen. Der Eintritt ist frei. Für die Bewirtung der Gäste wird gesorgt.

Neue Musiker stets willkommen

Der Start der Stadtkapelle Heppenheim ins zweite Halbjahr ist der ideale Zeitpunkt für interessierte Musiker, sich dem Orchester anzuschließen. Musikschüler, die gerne in einer Kapelle spielen würden, sollten die Gelegenheit ebenso nutzen, wie Neubürger, die ein Blech- oder Holzblasinstrument spielen und einen Verein suchen. Natürlich sind auch ehemalige Musiker, die wieder Lust verspüren, bei der Stadtkapelle mitzuwirken, herzlich willkommen.

Die Proben finden dienstags von 19.30 bis 21.30 Uhr im Haus der Vereine, Am Erbachwiesenweg 16, statt.

© Starkenburger Echo, 1.8.2019

Serenadenkonzert im Heppenheimer Klostergarten

Die Stadtkapelle spielt bei den Heppenheimer Vinzentinerinnen. Der nächste Auftritt ist für Pfingsten geplant.

Von Sigrid Jahn

Presse Klostergarten SE 28.05.2019

Der Klostergarten von St. Vinzenz ist beim Serenadenkonzert gut besucht. Foto: Arne Schumacher

HEPPENHEIM - „Das Vereinsjahr ohne das Serenadenkonzert im Mai wäre wie Heppenheim ohne das Kloster St. Vinzenz: einfach undenkbar. Die Schwestern und die Stadtkapelle sind seit Jahren eng verbunden. Für die Ordensfrauen ist es eine Freude, ihren herrlich blühenden Garten als Konzertstätte zur Verfügung stellen zu können, und für das Orchester ist es eine Ehre und Freude zugleich, in einem wunderschönen Ambiente die zahlreichen Gäste erfreuen zu dürfen“, heißt es auf der Homepage der Stadtkapelle. Und in der Tat ist das Open-Air-Event der Musiker um Dirigent Wilco Grootenboer seit sieben Jahren ein Pflichttermin der Fangemeinde, der auch am Samstag wieder Hunderte Besucher auf die Beine gebracht hatte.

Wobei sich die meisten Gäste bereits eine Stunde vor Beginn einstellen, je nach Vorliebe Plätze in der Sonne oder im Schatten besetzen und das außergewöhnliche Ambiente auf sich wirken lassen. Schon am Tag zuvor hatten die Aktiven der Stadtkapelle, Freunde und Familienmitglieder alles hergerichtet, Tische und Bänke gestellt und den Pavillon aufgebaut, der beim Konzert die Gäste mit Speis und Trank versorgen würde. Der Erlös plus Spenden, die die Ordensschwestern am Samstag reichlich in ihren Körbchen sammelten, kommt jeweils zur Hälfte den Vinzentinerinnen und dem Blasorchester zugute - und was die Musiker mit ihrem Obolus anstellen, davon zeugt jeder Auftritt.

Die Formation kann inzwischen aus einem gewaltigen Repertoire schöpfen, das sich allen Spielstätten anpassen kann - regelmäßige Neueinstudierungen inklusive. Beim Serenadenkonzert dominiert zwar die eher leichtere Muse, doch es werden auch etliche anspruchsvollere Stücke aufgeführt, deren raffinierte Arrangements den Mitwirkenden präzisen Einsatz abverlangen. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie leichtgängig, nahezu schwerelos, sinfonische Blasmusik klingen kann, vor allem in den leisen Tönen, die dank der mächtigen Mauern des Metzendorf-Gebäudes, die der Akustik regelrecht Flügel verleihen, locker bis in die hinteren Ränge tragen.

„Das Wetter hält“, hatte schon zu Anfang Generaloberin Brigitta Buchler versprochen, „und die Wolken schicken wir nach Bensheim.“ Aus Straßburg herübergekommen war zudem als Ehrengast Blandine Klein, die erst vor einigen Wochen gewählte Generaloberin der dortigen Soeurs de la charité, der barmherzigen Schwestern, mit denen die Heppenheimer Vinzentinerinnen regen Kontakt halten.

Auch ihr dürfte gefallen haben, was das Programm geboten hatte: vom Intro, dem fein herausgespielten „Gloria Sancti“ von Pavel Stanek als Reverenz an die Gastgeberinnen über das konzertante „Prochytas“ von Lorenzo Pusceddu in mediterranem Gepräge mit „furiosem Finale“ (so Moderatorin Melanie Schmitt) bis zum exotisch anmutenden, gravitätisch-zeremoniellen „March Bou-Shu“ von Satoshi Yagisawa. Das Pop-und Rock-Genre bedienten die Musiker mit einem Medley der Hits von Simon & -Garfunkel samt „Sound of Silence“, dem „Midnight Dancer“ von Luigi di Ghisallo und „You make me feel so young“, einem Song, dem Frank Sinatra zu Ruhm verholfen hatte.

Freude kam ebenfalls auf bei den Ohrwürmern der „Comedian Harmonists“ und den Reminiszenzen an die sechziger Jahre, die sich unter dem Titel „Musik ist Trumpf“ verbargen: unter anderem Hazy Osterwalds „Kriminaltango“ und Bill Ramseys „Pigalle“ - da war Mitklatschen und Mitsingen angesagt, während bei „Gabriellas Sång“, hinreißend interpretiert von Sabrina Keller, die nicht nur über eine fabelhafte Stimme verfügt, sondern auch im Klarinettensatz unverzichtbar ist, andächtige Stille herrschte. Es gab den gebührenden Applaus, Zugaben, und man darf gespannt sein, was die Stadtkapelle für den nächsten Auftritt beim Pfingstkonzert am Sonntag, 9. Juni, ab 11.15 Uhr auf dem Marktplatz, in petto hat.

© Starkenburger Echo, Sigrid Jahn, 28.05.2019

 

 

Heppenheimer Stadtkapelle im Höhenflug

Wilco Grootenboer und seine Musiker glänzen bei Frühjahrskonzert mit Komposition zu Tolkiens „Herr der Ringe“.

Presse Fruehlingskonzert EdH SE 02.04.2019

Wilco Grootenboer und die Stadtkapelle begeistern in „Erscheinung des Herrn“ mit anspruchsvollen Stücken. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM - Nach dem Konzert ist vor dem Konzert für die Stadtkapelle: Kaum hatten die über 30 Mitwirkenden nach dem Benefizkonzert zum 50-Jahr-Jubiläum der „Lebenshilfe“ im November in der Pfarrkirche Sankt Peter die Instrumente wieder verstaut, war es an die Vorbereitung des nächsten Auftritts gegangen. Denn Dirigent Wilco Grootenboer, der seit über zehn Jahren die Formation dirigiert, weiß, wie er seine Musiker zu Höchstleistungen motiviert.

Applaus ist des Künstlers Lohn, und nur Auge in Auge mit dem Publikum zahlt sich die harte Probenarbeit jeden Dienstag im „Haus der Vereine“ aus.

Wobei das Orchester mittlerweile über ein attraktives Repertoire verfügt, das so gut wie alle Genres bedient, von den traditionellen Märschen und Polkas über Pop, Musical- und Filmmelodien bis hin zur Klassik. Unvergessen ist für alle, die damals dabei waren, die hinreißende, von Grootenboer eigens für seine Instrumentalsätze arrangierte Version der „West Side Story“ im Amtshof, auch George Gershwins „An American in Paris“ oder Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suite“ waren Herausforderungen, die die engagierten Hobbymusiker mit Bestnoten gemeistert hatten.

Die Latte wieder ein Stück höher gelegt hat die Stadtkapelle beim Frühjahrskonzert am Sonntag in der gut gefüllten Kirche „Erscheinung des Herrn“. Mit Johan de Meijs 1988 uraufgeführter Sinfonie Nr. 1 für Blasorchester „The Lord of the Rings“ nach Motiven aus Tolkiens Roman haben sich die Musiker wiederum an eine in Rhythmik und Tempo sehr anspruchsvolle Komposition gewagt, die mit ihrem dramatischen Duktus zwischen Düsternis und Licht auch bei Timing und Tonstärke hohe Präzision verlangt. Mittelerde mit Lothlorien, dem Elfenwald, den finsteren Minen von Moria und dem Finale bei den lebensfrohen Hobbits wurde lebendig, und zu Recht ließ der Dirigent nach dem hymnischen Ausklang des Stückes die Mitwirkenden aufstehen, um den Beifall gebührend entgegenzunehmen.

Der „Herr der Ringe“ war nicht die einzige Neueinstudierung in einem abwechslungsreichen Programm: Auch „Prochytas“ von Lorenzo Pusceddu, ein ebenfalls zeitgenössisches Werk für Blasorchester, punktete mit konzertantem, melodiösem Gepräge und filigranen Einsprengseln – man hört sogar das Meer rauschen an den Gestaden der beschaulichen Fischerinsel im Golf von Neapel . Nach Fernost ging die musikalische Reise mit dem exotischen, sehr eleganten „March Bou-Shu“ von Satoshi Yagisawa und „Nessun Dorma“ aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“. Schweden war repräsentiert mit „Gabriellas Song“ von Stefan Nilsson aus dem Film „Wie im Himmel“, ein dankbares Stück, das Gesangssolistin Sabrina Keller in der Originalsprache mit ihrer eindrucksvollen Stimme prägte. Sie hatte zuvor schon „Colors of the Wind“, das Lied der Pocahontas von Alan Menken, interpretiert und im Klarinetten-Ensemble mit Laura Gölz, Martin Eichhorn und Peter Putz Mozarts „Kleine Nachtmusik“ aufgeführt – sehr zur Freude des Publikums, das den kammermusikalischen Teil im Programm besonders schätzt. Zumal sich mit Jutta Schuster, Kilian Schwarz, Felician und Peter Putz nun auch ein Holzbläser-Ensemble zusammengefunden hat, das neben Reminiszenzen an die „West Side Story“ ebenfalls Mozart zu Ehren kommen ließ mit dem „Türkischen Marsch“.

Die Zugabe nach dem Finale, „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan, war kein Thema – und die nächsten Termine stehen schon vor der Tür.

Nur zum Spass

Eine Komposition steuerte auch Dirigent Wilco Grootenboer bei: „In der Sommerpause war die Sehnsucht nach seinem Heppenheimer Orchester wohl groß und die Dienstagabende unausgefüllt“, mutmaßte Melanie Schmitt, die charmant und kenntnisreich moderierte. „Just for Fun“ – nur zum Spaß – erwiese sich als eine hübsch verspielte Tändelei nach Noten, ein Capriccio, das mit einem Galopp furios die Coda ansteuerte. (jn)

© Starkenburger Echo, Sigrid Jahn, 02.04.2019

Das Vereinsjahr beginnt mit einem Konzert

Stadtkapelle Heppenheim weiter im Arbeitsmodus / Konzentration hochhalten

Heppenheim. Jeder kennt die Situation aus dem Sport: Mannschaften, die sich auf ihren Erfolgen ausruhen, landen im Handumdrehen am Ende der Tabelle. Trainer sind deshalb gefordert, die Konzentration und die Spannung ihrer Spieler hoch zu halten. Wilco Grootenboer, Dirigent der Stadtkapelle Heppenheim, hat ein probates Mittel gegen lähmende Zufriedenheitssymptome: Er terminiert zu passenden Zeitpunkten musikalische Herausforderungen, beispielsweise Konzerte. Das Orchester startet deshalb das Vereinsjahr mit einem ersten musikalischen Höhepunkt am Sonntag, 31. März, ab 17 Uhr in der Kirche „Erscheinung des Herrn“.

Schon seit Ende des vergangenen Jahres bereiten sich die Musiker auf das Konzert vor. Die Besucher erwartet ein interessanter Wechsel aus Beiträgen des Gesamtorchesters, Sologesang und Einlagen bestimmter Satzgruppen. Ensembles der Blechbläser treten ebenso in Erscheinung wie ein Klarinettenquartett. „Gerade die musikalischen Variationen sorgen sicherlich für einen abwechslungsreichen Genuss“, ist sich der Geschäftsführer der Stadtkapelle, Jürgen Daubner, sicher. Überaus attraktiv, so das Vorstandsteam und Dirigent Wilco Grootenboer, sei das Programm insgesamt, das überwiegend neue, sehr spezielle Kompositionen beinhalte.

Die Vorbereitungen auf das Konzert sind ein Garant dafür, dass die Musiker bestens präpariert in das Sommerprogramm starten. Als musikalische Botschafter der Kreisstadt fungiert die Stadtkapelle am 19. Mai, wenn sie in Wölfersheim/Melbach eine Jubiläumsveranstaltung des dortigen Gesangvereins aus Anlass des 100jährigen Bestehens umrahmt. Wie kam es zu diesem Termin? Ein Besucher des Weinmarktes hörte die Stadtkapelle, war sofort begeistert und sprach spontan die Einladung aus. Die Musiker freuen sich schon jetzt auf die Tour in die Wetterau.

Das Vereinsjahr ohne das Serenadenkonzert im Mai wäre wie Heppenheim ohne das Kloster St. Vinzenz: einfach undenkbar. Die Schwestern und die Stadtkapelle sind seit Jahren eng verbunden. Für die Ordensfrauen ist es eine Freude, ihren herrlich blühenden Garten als Konzertstätte zur Verfügung stellen zu können, und für das Orchester ist es eine Ehre und Freude zugleich, in einem wunderschönen Ambiente die zahlreichen Gäste erfreuen zu dürfen. Das Serenadenkonzert findet am Samstag, 25. Mai, ab 17 Uhr im Garten des Klosters statt.

Am 9. Juni ist die Stadtkapelle von 11.15 bis 12.15 Uhr auf dem Marktplatz zu hören, wenn die Stadt zum Platzkonzert an Pfingsten einlädt. Zur Ehre Gottes spielen die Musiker am 20. Juni, wenn unter freiem Himmel das Fronleichnamsfest gefeiert wird.

„Gleich zwei Mal sind wir beim Heppenheimer Weinmarkt zu hören“, informiert das Vorstandsteam. Am Dienstag, 2. Juli, tritt man an der Schloss-Schule von 19.30 bis 22.30 Uhr in Erscheinung. Freitags (5. Juli) begleitet die Stadtkapelle mit passender Musik die Weinprobe im Festzelt. Nach einer wohlverdienten Sommerpause steht der Auftritt im Rahmen der Stadtkirchweih am 4. August von 16 bis 18 Uhr auf dem Programm. Selbstverständlich ist das Orchester zudem beim Kulturerlebnistag der Kulturgemeinschaft am 18. August auf dem Gelände des Hauses der Vereine mit von der Partie.

Der Fokus liegt dann eindeutig auf dem am Samstag, 14. September, gemeinsam mit dem Verkehrs- und Heimatverein geplanten Open-Air-Konzert im Kurmainzer Amtshof. Im vergangenen Jahr konzertierte die Stadtkapelle mit einem semiprofessionellen Orchester aus Norwegen. Nicht minder prominent ist das „Saar Wind Orchestra“, das in diesem Jahr als kongenialer Partner in Erscheinung tritt. Den Kontakt stellte ein ehemaliger Musiker der Stadtkapelle her. Beginn ist um 17 Uhr.

Von einer sich einschleichenden Genügsamkeit kann bei der Stadtkapelle ob der vielen musikalischen Herausforderungen keine Rede sein. Das Orchester bleibt ihrem Grundsatz, jederzeit niveauvolle sinfonische Blasmusik zu bieten, treu.

© Starkenburger Echo, 18.02.2019

Musikgenuss zum Schluss

Mit einem Konzert von Stadtkapelle und Harmonie-Chören enden die Veranstaltungen zum fünfzigjährigen Bestehen der Heppenheimer Lebenshilfe.

Presse Benefizkonzert SE 22.11

Solo für Sabrina Keller beim Konzert der Stadtkapelle und der Harmonie-Chöre zugunsten der Lebenshilfe Heppenheim
in der katholischen Kirche Sankt Peter. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM - „Uns an schöner Musik zu erfreuen, ist eine Befähigung, die wir alle gemeinsam haben.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Thomas Meurer die zahlreichen Besucher in Sankt Peter, die zu einem besonderen Konzertgenuss gekommen waren: Die Heppenheimer Lebenshilfe hatte zum Benefizkonzert mit der Stadtkapelle und den Chören der Harmonie eingeladen – das mitreißende Finale einer Reihe von Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen.

Feierlich ging es los mit der Stadtkapelle unter der Leitung von Wilco Grootenboer, die als Eröffnung die „Festmusik“ spielte. Der gesamte Dom der Bergstraße war erfüllt mit Musik. „Kraft, Freude und viele positive Erlebnisse“, wünschte Melanie Schmitt von der Stadtkapelle der Lebenshilfe, bevor sie den nächsten Titel anmoderierte: „Twins“. ein Stück von Jan Hadermann, das musikalisch die verschiedenen Charaktereigenschaften von Menschen, die im gleichen Augenblick geboren sind, interpretiert. „Colours of the Wind“, die Titelmusik des Disney-Filmhits „Pocahontas“ folgte – mit tollem Livegesang von Sabrina Keller und darauf „La vita è bella“ aus dem Film „Das Leben ist schön“, der so eindringlich vom Überleben des jüdischen Kindes Giosuè erzählt. Tosender Beifall belohnte die Musiker.

Der gemischte Chor der Harmonie begeisterte mit dem „Jubilate“, „Fröhlich klingen unsere Lieder“, „Dona pacem“, „Amazing Grace“ und „Herr, deine Güte“. Die Stimmen der Sängerinnen und Sänger sorgten für einen ganz anderen, ebenfalls sehr zu Herzen gehenden Klang im Gotteshaus. Weiter ging es mit dem nächsten Höhepunkt: Die „New Harmonists“ intonierten Enyas „Only Time“ – ein emotionaler Song, den bis heute viele mit dem Anschlag auf das World Trade Center verbinden. Es folgten „Gabrielas Song“, „Fields of Gold“, „Hebe deine Augen auf“ und „I’ll Follow You“, der Hit aus „Sister Act“.

Begeistert lauschte das Publikum, sparte nicht mit Applaus und genoss auch den zweiten Auftritt der Stadtkapelle mit der „Annen Polka“, dem „Concerto D’Aranjuez“, dem Stück „Yellow Mountains“ und anderen wundervoll intonierten Arrangements.

Beide Harmonie-Chöre sangen gemeinsam unter der Leitung von Tobias Freidhof das „Allelujah for Our Time“ und „Hymnus“. Am Ende dann der gemeinsame Höhepunkt von allen Sängern und Musikern: Die „Ode to Joy – An die Freude“ sorgte einmal mehr für eine ganz besondere Stimmung im Dom der Bergstraße, der sich keiner der Zuhörer entziehen konnte.

Friedel Frank, Vorsitzender der Lebenshilfe, dankte den Mitwirkenden und unterstrich die freundschaftliche Verbindung des Vereins zum Gesangverein Harmonie und der Stadtkapelle.

Franz Hinkel war nicht nur Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe, sondern auch maßgeblich an der Gründung der Stadtkapelle beteiligt. Der frühere stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe, Manfred Schneider, war in gleicher Funktion bei der Harmonie engagiert. Eine Verbindung, die bis heute besteht.

© Echo Online, Astrid Wagner, 22.11.2018

Zwei, die es können

Die Stadtkapelle Heppenheim und das Blasmusikorchester NHJ brillieren im Amtshof.

Presse NorwegischeImpressionen SE 17.09

Anne Marit Harbeck spielt das Trompetensolo aus Astor Piazzollas „Libertango“. Foto: Stadtkapelle

HEPPENHEIM - Da hat alles gestimmt: Kaum war der Eintritt freigegeben worden, strömten über 200 Besucher ins Zuschauerrund des Kurmainzer Amtshofs, setzten sich an die gedeckten Tische und ließen sich von Adi Dörsams Team bewirten. Wer später kam, nahm mit den zusätzlich aufgestellten Bänken vorlieb, und immer wieder stellten sich Zaungäste ein am Ort des Geschehens. Denn das Programm, das am Samstag beim Open-Air-Konzert des Heimat- und Verkehrsvereins geboten war, war vom Feinsten.

Zwei Ensembles gaben sich die Ehre, zum einen die Stadtkapelle, die in Heppenheim immer für volles Haus gut ist, zum anderen ein professionelles Blasmusikorchester aus Norwegen, das zum ersten Mal an der Bergstraße gastierte: „Nittedal og Hakadal Janitsjar“ (NHJ), eine 1987 gegründete Formation, mit der die zuvor selbstständigen Orchester aus Nittedal und Hakadal einen gemeinsamen Weg beschritten hatten: mit großem Erfolg. NHJ gehört mittlerweile zu den besten Musikkorps dort, erhielt im Jahr 2000 den Kulturpreis der Kommune Nittedal und hat in der Heimat, ebenso wie die Stadtkapelle in Heppenheim, eine treue Anhängerschaft.

Eine der 25 Musikerinnen und Musiker, die am Samstag das Publikum zu großem Beifall hingerissen hatten, ist die Saxofonistin und NHJ-Leiterin Marianne Szallies. Sie hat von März 2008 bis September 2010 bei Freudenberg in Weinheim gearbeitet, in Heppenheim gewohnt und in der Stadtkapelle mitgespielt. Auch nach ihrer Rückkehr ist der Kontakt nie abgerissen, und als die „Janitsjar“ eine Konzertreise nach Mannheim plante, fand Szallies’ Anregung, die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Auftritt an ihrer früheren Wirkungsstätte zu nutzen, sofort Anklang bei den Heppenheimern. Zumal beide Formationen nicht nur die traditionellen Märsche und Polkas im Repertoire haben, sondern auch gerne weitere musikalische Stilrichtungen ausloten.

Mit einem Ausflug in die nordische Folklore hatten die Norweger und ihr Dirigent Hans Andreas Kjølberg auf ihren Part eingestimmt: „Hane“, der Hahn, arrangiert von Torsten Ogord-Nilsen, zeigte gleich das meisterliche Spiel der Gastmusiker im Spannungsfeld zwischen Forte und Pianissimo, elegischen Passagen und triumphalem, dennoch leichtgängigem Furioso. Auch Astor Piazzollas „Libertango“ mit einem tollen Trompetensolo von Anne Marit Harbeck, die „Norwegian Rhapsody No. 1“ von Johan Svendsen, die „Second Suite in F for Military Band“ von Gustav Holst, der „Norwegische Tanz No. 2“ von Edvard Grieg sowie der abschließende „Kronprins Olavs Honnørmarsch“ von Oscar Borg begeisterten das Publikum und die Kollegen der Stadtkapelle gleichermaßen. Die Lokalmatadore hatten für ihren Auftritt mit Dirigent Wilco Grootenboer eine Extraprobenschicht absolviert und präsentierten sich mit ihren Paradestücken, unter anderem der „Overture to an New Age“ von Jan de Haan sowie „Flight“, einem Höhenflug mit grandiosen lautmalerischen Sequenzen, in Bestform.

Standing Ovations der norwegischen Gäste gab es zudem noch vor dem Finale mit einer Reminiszenz an die umjubelte Aufführung der „West Side Story“ im Vorjahr. „Et lys imot mørketida“ – ein Licht gegen die dunklen Zeiten – hatte die Stadtkapelle neu einstudiert, Sabrina Keller interpretierte den Text auf Norwegisch: eine schöne Geste der Gastgeber, die sich damit für das gemeinsame Konzerterlebnis erkenntlich zeigten. „Es war uns eine große Freude, mit euch zu spielen. Danke für eure wunderbare Musik“, sagte Melanie Schmitt, die für beide Formationen die Ansage übernommen hatte. Auch Dr. Helmut Engelhard, der Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins, freute sich über die gelungene Veranstaltung und setzte die Stadtkapelle schon mal auf die Pole Position als Aushängeschild der Stadt. In den Niederlanden haben sich die Musiker als Repräsentanten Heppenheims schon bekannt gemacht, vielleicht gibt es in absehbarer Zeit auch einen Gegenbesuch im hohen Norden.

TERMIN:  Der nächste Termin der Stadtkapelle steht schon fest: Am Sonntag, 18. November, treten die Musiker ab 17 Uhr beim Benefizkonzert zum 50-Jahr-Jubiläum der Lebenshilfe in der Pfarrkirche Sankt Peter auf. Mit dabei sind auch die Sänger der „Harmonie“ Heppenheim. (jn)

© Echo Online, Sigrid Jahn, 17.09.2018

Stadtkapelle legt Sonderschicht ein

Die Heppenheimer Musiker wollen beim Konzert mit dem norwegischen Orchester Nittedal og Hakadal in Bestform sein.

Presse Konzert mit Norwegen SE 13.09

Feinschliff: Dirigent Wilco Grootenboer und die Musiker der Heppenheimer Stadtkapelle bereiten sich akribisch auf das Konzert am Samstag im Kurmainzer Amtshof vor. Foto: Stadtkapelle

HEPPENHEIM - (jr). Dirigent Wilco Grootenboer überlässt nichts dem Zufall. Er möchte seine 35 Musiker punktgenau zur Höchstleistung bringen. Aus diesem Grund legte die Stadtkapelle Heppenheim am Sonntag eine Sonderschicht ein. In Topform wollen sich die Musiker am kommenden Samstag, 15. September, ab 17 Uhr im Kurmainzer Amtshof präsentieren, wenn sie gemeinsam mit dem norwegischen Orchester Nittedal og Hakadal Janitsjar ein Konzert geben.

Dass die Heppenheimer die „Überstunden“ gern in Kauf nahmen, ist der Tatsache geschuldet, dass die Gäste aus Norwegen zu den besten Orchestern ihres Landes gehören. Mit anderen Worten: Die Kreisstädter wollen den Musikern aus dem hohen Norden ein ebenbürtiger Partner sein.

Das Musikkorps Nittedal und Hakadal Janitsjar (NHJ) wurde 1987 gegründet und entstand durch die Fusion zweier traditionsreicher Vereine. Über Nachwuchs muss sich das fünfzigköpfige Orchester keinen Kopf zerbrechen, schließen sich doch immer wieder Jugendliche aus drei Schulensembles dem Verein an. Das Durchschnittsalter des Orchesters liegt bei etwa 30 Jahren.

Mit einer dreißigköpfigen Delegation kommen die Norweger für mehrere Tage nach Heidelberg und geben in Heppenheim ihre musikalische Visitenkarte ab. Das gemeinsame Konzert, veranstaltet vom Verkehrs- und Heimatverein, geht auf eine ehemalige Musikerin der Stadtkapelle zurück, die nun in Norwegen aktiv ist.

In den vergangenen Jahren zeigte das Korps bei regionalen und nationalen Wettbewerben seine Klasse und etablierte sich unter den besten des Landes. Das Orchester erhielt im Jahr 2000 den Kulturpreis der Gemeinde Nittedal.

Einen Kulturpreis hat die Stadtkapelle zwar nicht vorzuweisen, aber die Heppenheimer stehen für niveauvolle sinfonische Blasmusik. Eine Kostprobe geben die Musiker am kommenden Samstag im Amtshof. Auf dem Programm stehen unter anderem die Komposition „Flight“ des Schweizers Mario Bürki und die „Overture to a New Age“ des Holländers Jan de Haan, zwei sehr interessante und überaus anspruchsvolle Werke.

Der Eintritt ist frei. Für das Speisen und Getränke wird gesorgt; die Bewirtung mit Bedienung übernimmt das Stadtgraben-Team. Die Verantwortlichen des Verkehrs- und Heimatvereins garantieren mit Bistro-Tischen und -Stühlen für eine angenehme Atmosphäre, die den Musikgenuss abrundet.

Bei Regen wird das Konzert in die Kirche „Erscheinung des Herrn“ an der Mozartstraße 29 verlegt, Beginn ist in diesem Fall um 19.30 Uhr.

© Echo Online, 13.09.2018

Freiluftkonzert der gehobenen Art

Bei ihrem Auftritt am 15. September im Kurmainzer Amtshof erhält die Heppenheimer Stadtkapelle musikalische Verstärkung aus Norwegen.

Konz18

Vielseitiges Orchester: Die Stadtkapelle tritt am 15. September mit Gästen im Kurmainzer Amtshof auf.
Archivfoto: Karl-Heinz K
öppner

HEPPENHEIM - (frk). Kaum, dass die Kulissen der bis zum 2. September laufenden Festspiele abgeräumt sind, wird der Kurmainzer Amtshof am Samstag, 15. September, ein weiteres Mal im Blickpunkt öffentlichen Interesses stehen. Für den Szenenwechsel vom Sommertheater zum Konzertereignis zeichnet als Veranstalter der Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim (VHH) verantwortlich. Bestritten wird das um 17 Uhr beginnende Programm von den „Lokalmatadoren“ der Stadtkapelle sowie von der norwegischen Big Band „Nittedal og Hakadal Janitsjar“.

Die Dirigenten Wilco Grootenboer und Andreas Kjolberg werden von Film-, Pop-, Swing- und Marschmelodien bis hin zu Klassikern einen Querschnitt aus ihrem fast alle Stilrichtungen umfassenden Repertoire bieten. Das Erfreulichste: Der Eintritt wird frei sein.

VHH-Vorsitzender Dr. Helmut Engelhard und Geschäftsführer Gerhard Kasper sind überzeugt davon, adäquat zur Musik auch sonst alle Voraussetzungen für einen Abend in gelöster Stimmung garantieren zu können. Atmosphärisch begünstigen dürfte ihr Versprechen das einladende Interieur mit Bistro- und Rundtischen. Statt der bei Freiluftfeten üblichen Biergarnituren mit aufklappbaren Bänken können es sich die Konzertbesucher auf Stühlen bequem machen, 200 an der Zahl. Die Tische werden eingedeckt. Wer an ihnen Platz nehmen will, muss sich allerdings sputen. Der Amtshof wird eine Stunde vor Konzertbeginn ab 16 Uhr zugänglich sein. „Keine Minute später, aber auch keine Minute früher“, fügt Geschäftsführer Gerhard Kasper hinzu.

Zum Ohrenschmaus mit der Stadtkapelle und ihren norwegischen Gästen serviert der Verkehrs- und Heimatverein auch Speisen und Getränke. Die Bewirtung wird vom „Stadtgraben“-Team des stellvertretenden VHH-Vorsitzenden Adi Dörsam übernommen. Horror vor Warteschlangen am Thekenbereich brauche niemand zu haben, betont Gerhard Kasper: „Bedient wird am Tisch.“

Das Konzert wird mit einem einstündigen Auftritt der Stadtkapelle eingeleitet. Nach einer halbstündigen Pause übernimmt das in voller Stärke mit 50 Personen besetzte Musikkorps aus Norwegen für ebenfalls 60 Minuten das Kommando.

Das preisgekrönte Ensemble ist in Nittedal, einer knapp 24 000 Einwohner zählenden Stadt in der Provinz Akershus, zuhause. Dem Gastspiel in Heppenheim schließen sich zwei Auftritte in Mannheim an.

© Echo Online, Fritz Kuhn, 24.08.2018

 

Seite 1 von 2

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen